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Infos

Die Weser

ist ein Strom (großer Meereszufluss) und in ganzer Länge Bundeswasserstraße.
Die Weser entsteht in Hann. Münden aus der Vereinigung von Werra und Fulda und durchfließt Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, teilweise als Grenzfluss zwischen diesen Ländern. Ihr Einzugsgebiet umfasst außerdem Teile von Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Die latinisierte Form des Flussnamens ist VISURGIS und findet sich in alten römischen Quellen und frühmittelalterlichen Chroniken. Ab dem 8. Jahrhundert sind die germanischen Namensformen Wisura, Wisera, Wisora, Wisara oder Wisuraha überliefert, z.B. Wisara in einer altnordischen Version der Wieland-Sage im dänischen Codex Regis von 1270). Noch bei Adam von Bremen heißt es 1075 ausdrücklich: Nobilissimi Saxoniae fluvii sunt Albis, Sala, Wisara, qui nunc Wissula vel Wirraha nuncupatur. ("Die hervorragendsten Flüsse Sachsens sind die Elbe, die Saale und die Wisara, die man jetzt auch Wissula oder Wirraha nennt.") Es ist also anzunehmen, dass es sich bei Weser und Werra in alter Zeit um ein und denselben Namen gehandelt hat, wobei es im Laufe der Zeit durch regionale sprachliche Ausdifferenzierung zu einer begrifflichen Trennung des Oberlaufes vom übrigen Fluss gekommen ist. Unterstützt wird die Annahme dadurch, dass die Grenze zwischen dem nieder- und oberdeutschen Sprachraum ziemlich genau bei Münden verlief, wobei aus der oberdeutschen Form "Wirra" sich "Werra" entwickelt hat. Die niederdeutsche Form de Wersern oder de Werser enthält noch heute beide Mittelkonsonanten.

Der Name Wisara wurde früher als die Wiesenreiche oder das Wiesenwasser gedeutet. Heute nimmt man eher an, dass er auf eine indoeuropäische Wurzel namens *ueis/*uis = zerfließen, fließen zurückgeht. Urverwandte Namen finden sich in ganz Europa, von der polnischen Wisła (Weichsel) über die norwegisch-schwedische Visa bis hin zur französischen Vézère (einem Zufluss der Dordogne) und der belgischen Vesdre.

Die 292 km lange Werra und die 218 km lange Fulda vereinigen sich in Hann. Münden zur Weser. Dort steht an der Nordspitze der Fuldainsel Tanzwerder seit 1899 der Weserstein mit der Inschrift:

Wo Werra sich und Fulda küssen
Sie ihre Namen büssen müssen,
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.

{ice 1170 -link #122 [Die Weser bei Herstelle]}

Der für unsere Page interessante Teil der Weser ist die
Oberweser.
Wir kürzen daher den Text dahingehend. Den kompletten Text finden Sie auf
www.wikipedia.org.

Hier ist der Nullpunkt der Binnengewässerkilometrierung der Weser. Der Wasserspiegel liegt bei 116,50 m über NN. Als Oberweser fließt sie im Wesertal bis zur Porta Westfalica durch das Weserbergland.

Von Hann. Münden bis Bad Karlshafen ist sie auf lange Strecken Grenze von Niedersachsen und Hessen, von dort bis hinter Holzminden teilweise Grenze von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Anschließend fließt sie durch niedersächsisches Gebiet, hinter Rinteln dann durch Nordrhein-Westfalen.

Bei Hann. Münden beginnt das recht lange Oberweser-Durchbruchstal. Zunächst zwischen Reinhardswald und Bramwald nordwärts führend, knickt es am Kahlberg vor dem Solling scharf nach Westen ab. Zwischen Reinhardswald und Solling hat sich die Weser bis zu 300 m tief eingegraben. Sie passiert Bad Karlshafen und die Hannoverschen Klippen und knickt am Südwestrand des Solling nach Norden ab. Das Tal hat hier Aufweitungen wie die bei Höxter und Holzminden und die größere von vor Hameln bis hinter Rinteln, dazwischen aber immer wieder enge Abschnitte mit steilen Hängen, z.B. die "Rühler Schweiz". Zwischen Holzminden und Bodenwerder passiert die Weser die Höhen- und Gebirgszüge Burgberg und Vogler, die wie der Solling zum Naturpark Solling-Vogler gehören. Nördlich von Bodenwerder durchquert die Weser den Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln. In Hameln befindet sich die einzige Staustufe der Oberweser (und älteste Staustufe des gesamten Flusses), hervorgegangen aus einen mittelalterlichen Mühlenstau. Unterhalb von Hameln wendet sich der Flusslauf zunehmend westwärts, bei Vlotho dann wieder nach Norden.

Nach Einmündung der Werre fließt die Weser durch das kurze etwa 200 m tiefe Durchbruchstal Porta Westfalica zwischen Wesergebirge und Wiehengebirge (Weser-km 199, Wasserspiegel etwa 40 m ü. NN) in die Norddeutsche Tiefebene ein, wobei sie einen kleinen östlichen Teil des Naturparks Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge durchschneidet, der vom weit entfernten Teutoburger Wald kommend über das Wiehengebirge bis kurz vor Bückeburg in das Wiehengebirge reicht.

Die Hänge aller Abschnitte des oberen Wesertals sind überwiegend bewaldet. Vielerorts wird und wurde Buntsandstein gebrochen, aus dem auch zahlreiche historische Bauten errichtet wurden. Viele Ortschaften sind von Fachwerk geprägt mit schrittweisem Übergang von hessischer zu niedersächsisch-westfälischer Bauweise.

Im weiteren Verlauf folgt die Mittel- und Unterweser. Mehr hierzu finden Sie auf www.wikipedia.org

 

Außenweser wird die Fortsetzung des in Südost-Nordwest-Richtung verlaufenden Mündungstrichters (Ästuar) der Weser im Wattenmeer der Nordsee genannt. Die Außenweser durchschneidet den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Zwei hintereinander in der Außenweser gelegene Wattflächen, Robbenplate und Tegeler Plate, teilen die Außenweser in zwei Arme: Wurster Arm bzw. Tegler Rinne im Nordosten und Fedderwarder Fahrwasser bzw. Hohewegrinne im Südwesten. Heutzutage wird nur noch dieser westliche Arm als Fahrwasser genutzt.

Im Bereich der Außenweser stehen mehrere Leuchttürme im Wattenmeer, darunter der Leuchtturm Hohe Weg. An ihrem nordwestlichen Ende steht der Leuchtturm Tegeler Plate, weiter nordwestwärts in der Nordsee stehen die Leuchttürme Roter Sand und Alte Weser.

 

 

 

Siedlungs- und Staatengeschichte
Das Tal der Oberweser war vor dem Vordringen der Germanen keltisch besiedelt. Die romanische, also mittelalterliche, Klosterkirche Bursfelde (s.u.) steht auf einem alten keltischen Prozessionsweg.

Neuzeit

Wegen der zunehmenden territorialen Zersplitterung wurden auf dem Reichstag zu Köln 1512 die zehn Reichskreise geschaffen. An der Weser lag die Grenze zwischen den niederrheinisch-westfälischen und dem niedersächsischen Reichskreis.

Die territoriale Zersplitterung behinderte auch die Weserschifffahrt, da jeder Anrainer Zölle erhob. Dazu kamen die Auswirkungen nachbarlicher Auseinandersetzungen. So schnitt ein Grundherr aus der verzweigten Familie der Freiherren von Münchhausen die flussabwärts gelegene Stadt Hessisch Oldendorf vom Weserhandel ab, indem er den Fluss auf die andere Talseite umleitete.

Im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit entwickelten Adel und wohlhabende Städte im Weserbergland einen besonderen Baustil, die Weserrenaissance.

 

Wasserführung

Die Oberweser unterliegt als typischer Mittelgebirgsfluss starken Schwankungen in der Wasserführung. Im Winterhalbjahr kommt es hier nicht selten zu Hochwassern, im Sommer dagegen oft zu extremem Niedrigwasser. Für den Pegel Porta Westfalica am Übergang zur Mittelweser beträgt die mittlere Wasserführung rund 180 Kubikmeter in der Sekunde, die niedrigste 63 und die höchste 830. Am Beginn der Oberweser, am Pegel Hann. Münden, sind Niedrigwasserabflüsse um 30 m³ in der Sekunde keine Seltenheit. Bei mittlerem Niedrigwasserstand beträgt die Fließgeschwindigkeit etwa 0,8 m in der Sekunde.

 

Flora und Fauna
Ökologisch betrachtet durchfließt die Weser vier grundlegend unterschiedliche Lebensräume der Flora und Fauna. Ist das Weserbergland von Hann. Münden bis Porta Westfalica überwiegend durch zusammenhängende Fichten-, Buchen- und Eichenwälder mit einem reichen Wildbestand geprägt, kennzeichnet die Mittelweserregion von Minden bis Bremen eine weite Marschenlandschaft mit vorwiegend landwirtschaftlich ausgerichteten Strukturen und teilweise hohem Waldanteil. Heide und Moore sind für diesen Flussabschnitt ebenfalls charakteristisch. Hier vollführt der Strom zahlreiche Windungen und bildet Altarme mit hohem Fischbesatz und ufernahem Lebensraum für Tier und Pflanze.

Die Ufer der Unterweser werden von weiten, fast baumlosen Marschengebieten begleitet. Hier haben die regelmäßigen Hochwasser, die ungehindert durch Deiche bis an die Geestränder reichten, eine eigene Landschaft geprägt. Mitgeführter und abgelagerter Sand, Schlick, Ton und Lehm formten das heutige Landschaftsbild zwischen Bremen und der Nordsee mit Niederungs- und Hochmooren im Übergangsbereich von Geest und Marsch.

In vorgeschichtlicher Zeit befand sich die Nordseeküste mindestens 50 km weiter nördlich als heute. Durch Absenkungen veränderte sich die ursprüngliche Küstenlinie, wobei der Mensch durch die Errichtung von Deichen dieser Entwicklung Einhalt gebot. Durch Ausschwemmungen und Ablagerungen im Mündungsbereich der Weser entstand im Gezeitenbereich das Wattenmeer. Es ist ein einzigartiger Lebensraum für Meerestiere. Zahlreiche Robbenbänke befinden sich heute an und in der Außenweser.

Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie aus dem Jahr 1992 verpflichtet die Bundesländer, Gebietsvorschläge zum Schutz bestimmter Lebensraumtypen sowie Habitate von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten nach Brüssel zu melden. Ausgewählte Gebiete aus den nationalen Vorschlägen sollen dann zusammen mit den nach der EU-Vogelschutzrichtlinie gemeldeten Vogelschutzgebieten das europaweite Schutzgebietssystem Natura 2000 bilden. In dieses Projekt sind bereits einige Gebiete an der Weser eingebunden, zum Beispiel die Strohauser Plate.

Wie vielfältig die Flora und Fauna an der Oberweser ist, zeigte die Begehung eines etwa 14 km messenden Transsektes südlich von Beverungen im Juni 2000. Die von mehr als 30 Spezialisten für Flechten, Moose, Gefäßpflanzen, Weichtiere, Insekten, Amphibien und Vögel erfasste Flora und Fauna belegte in diesem Wesertalabschnitt 576 Pflanzenarten (darunter 62 Moose und 487 Gefäßpflanzen) und 389 Tierarten (darunter 30 Libellen, 60 Käfer, 33 Schmetterlinge und 58 Vögel).

Im Rahmen einer Voruntersuchung zum Bau einer Fischtreppe am Wehr der Pfortmühle in Hameln im Jahr 2001 wurden 28 Fischarten ermittelt, neben den bekannten Wanderfischen wie Aal und Lachs auch zahlreiche andere Fischarten, die die Weser und ihre Nebenflüsse bewandern.

 

Handelsweg

Anders als auf dem Rhein wurden auf der Weser im Wesentlichen in der Region erzeugte oder für ihren Bedarf bestimmte Waren transportiert.

In vorindustrieller Zeit ließen sich schwere Lasten viel besser zu Wasser als zu Lande befördern. So befand sich unter den Gütern spätestens seit Ende des 15. Jahrhunderts auch Steinkohle aus Obernkirchen (nahe der Porta Westfalica) für Bremen an der holzarmen Unterweser. Um 1600 wurde auf der Weser vor allem Getreide und Obst aus der Hildesheimer Börde nach Bremen und Holland, und von dort aus Käse, Stockfisch und Tran flussaufwärts transportiert.

Vom 16. bis 19. Jahrhundert gab es an der Oberweser und an Werra und Fulda zahlreiche Dörfer, in denen Töpferwaren hergestellt wurden. Umfangreiche Keramikfunde in diesem Gebiet lassen auf eine starke Produktion schließen. Man schuf den Begriff Weserkeramik, der auch zum Ausdruck bringt, dass die Weser als Handelsweg für die Keramik diente. Aus vielen Töpferorten der Oberweser gelangten Tonwaren und Steinzeug nicht nur in den stets arm an Töpfereien gewesenen Raum an der Mittel- und Unterweser, sondern über die Außenweser auch in die Nordseeküstenländer Friesland, Dänemark, England und die Niederlande. Der Handel mit Keramik von der Oberweser beherrschte schließlich den Markt im gesamten Weserraum, so dass im 18. und 19. Jahrhundert die Produktionsstätten an Mittel- und Unterweser (zum Beispiel in Minden) keine Bedeutung mehr hatten.

Als ausgesprochener Exportschlager erwies sich der Veckerhäger Ofen, der in der 1666 gegründeten Kurhessischen Eisenhütte Veckerhagen (Oberweser) gegossen und von dort aus mit dem Schiff zunächst nach Bremen und weiter sogar zu Kunden in Skandinavien und Amerika transportiert wurde.

Ein wichtiges Produkt des waldreichen Weserberglandes war und ist Holz. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Stammholz vorzugsweise geflößt.

Eine besondere Episode
der hessische Soldatenexport

1776 wurden in Karlshafen 12.000 hessische Soldaten eingeschifft, die Friedrich II., Landgraf von Hessen-Kassel, an Georg III., hannoverscher Kurfürst und König von Großbritannien, vermietet hatte, um diesem im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gegen die amerikanischen Truppen zu dienen. Die Soldaten, von denen kaum mehr als die Hälfte zurückkehrte, wurden zunächst in nordhessischen Orten wie Ziegenhain gesammelt, von Karlshafen aus über die Weser nach Bremen und von dort aus weiter nach Nordamerika transportiert.

Tourismus

Von touristischer Bedeutung ist das Weserbergland mit Hann. Münden, Reinhardswald, Solling, Bad Karlshafen, Höxter, Hameln sowie die verbliebenen Bauwerke aus dem 16. Jahrhundert im Baustil der Weserrenaissance, von denen sich viele entlang der Ober- und Mittelweser befinden. An der Unterweser bietet die Wesermarsch mit den Städten Bremen, Bremerhaven und Brake sowie zahllosen Sielen, Kanälen und reetgedeckten Häusern touristische Höhepunkte. Im Wesertal verläuft der Weserradweg, inzwischen einer der beliebtesten Radfernwege in Deutschland.

 

 

Schlösser, Burgen, Klöster u. a.
  • Welfenschloss in Hann. Münden, Ursprung 1501, nach einem Brand im Stil der frühen Weserrenaissance 1560 wiedererrichtet, beheimatet es heute das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Amtsgericht und das Städtische Museum.
  • Jagdschloss Karls von Hessen-Kassel in Veckerhagen, Barock 1690, linke Flussseite
  • ehemaliges Augustinerinnenstift Hilwartshausen, 960 gegründet, Teile erhalten, linke Flussseite
  • Bramburg bei Hemeln, Ruine einer Schutzburg 1063, rechte Flussseite
  • Kloster Bursfelde, 1093 gegründet, heute evangelische Tagungsstätte, romanische Basilika jetzt Simultankirche, rechte Flussseite
  • ehemaliges Benediktinerinnenkloster Lippoldsberg, etwa 1056 gegründet, romanische Pfeilerbasilika erhalten, rechte Flussseite
  • (ehemaliges Benediktinerkloster Helmarshausen, 997 gegründet, Entstehungsort des Evangeliars Heinrichs des Löwen, nicht erhalten, linke Flussseite)
  • Krukenburg in Bad Karlshafen – Helmarshausen, Ruine einer Kirchenburg 1225, linke Flussseite
  • Schloss Würgassen, zu Beverungen, Barock 1698, rechte Flussseite
  • Benediktinerinnenabtei Herstelle, 1899 gegründet, bestehend, linke Flussseite
  • Schloss Wehrden bei Beverungen, Barock 1699, rechte Flussseite
  • Schloss Fürstenberg, Weserrenaissance 1590, Porzellanmuseum, rechte Flussseite
  • ehemalige Benediktinerabtei Corvey (zu Höxter), 815 erbaut, 1158 erweitert, Kirche und Kreuzgang erhalten, Wohngebäude im 18./19.Jh. zum Schloss umgebaut, linke Flussseite
  • Tonenburg in Höxter-Albaxen, 1315, linke Flussseite
  • Schloss Bevern, Vierflügelanlage Weserrenaissance 1612, rechte Flussseite
  • Burg Everstein in Polle, Ruine der Aschenputtel-Burg 1265, linke Flussseite
  • ehemaliges Benediktinerinnenkloster Kemnade in Bodenwerder, 960 gegründet, romanische Klosterkirche erhalten, linke Flussseite
  • Damenstift Fischbeck bei Hameln, 955 als Kanonissenstift gegründet, bis auf vierjährige Unterbrechung unter Jérôme Bonaparte kontinuierlich besetzt, Klosterkirche erhalten, rechte Flussseite
  • Burg Schaumburg bei Schaumburg-Rosenthal auf dem Nesselberg, Stammsitz der Grafen von Schaumburg und Holstein, rechte Flussseite
  • ehemaliges Kanonissenstift Möllenbeck bei Rinteln, 896 gegründet, erhalten, linke Flussseite
  • Burg Vlotho, Reste einer Wehrburg aus dem 13. Jahrhundert, linke Flussseite
  • Wittekindsburg (Porta Westfalica), vermutlich im Zeitraum 978-996 erbaut. Fundamentreste unter schützendem Überbau.
  • ehemaliges Benediktinerinnenkloster St. Marien in Porta Westfalica, 993 gegründet, wenig später nach Minden verlegt (s.u.), Reste erhalten, linke Flussseite
  • ehemaliges Benediktinerinnenkloster St. Marien (um 1000), ehemaliges Benediktinerkloster St. Mauritii (1042) und ehemaliges Dominikanerkloster St. Pauli (1233) in Minden, alle bis 1539 aufgelöst, erhalten, rechte Flussseite
  • Schloss Petershagen, Weserrenaissance 1547, linke Flussseite
  • Burg Schlüsselburg, 1335, linke Flussseite
  • Stiftskirche Bücken, 1050 - 1350, Kloster mit der Reformation säkularisiert, Glasfenster (13.Jh.), Schnitzaltar (1510), linke Flussseite
  • Schloss Hoya in Grafschaft Hoya, jetzt Amtsgericht, linke Flussseite
  • Schwedenschanze aus dem dreißigjährigen Krieg, Sternschanze im Winkel zwischen Weser und Allermünung, rechte Flussseite
  • Erbhof in Thedinghausen, Weserrenaissance, 1620 als Sitz der (seit 1566 protestantischen !) Erzbischöfe von Bremen gebaut, linke Flussseite
  • Wasserschloss Schönebeck in Bremen-Schönebeck, Fachwerkbau aus dem 17. Jh., heute Heimatmuseum, rechte Flussseite
  • Haus Blomendal in Bremen-Blumenthal, 1354, Graben und ein Gebäudeflügel erhalten, Deckenmalereien um 1600, rechte Flussseite
  • U-Bootbunker Valentin in Bremen-Rekum, 1942 - 1945 durch 13000 Häftlinge des KZ Neuengamme errichtet, wobei 6000 umkamen, rechtes Flussufer
  • Dreptersiel, historisches Sieltor aus dem 18.Jahrhundert, wieder zusammengesetzt aus den in den 1990er Jahren bei der Deichsanierung gefundenen Steinen, rechte Weserseite
  • (Friedeburg (Vredenborch) in Nordenham, 1404-1499 Bremer Stützpunkt in Butjadingen, keine Reste mehr sichtbar, linke Flussseite)
Markante Aussichtspunkte
  • Tillyschanze in Hann. Münden, Bastion mit Aussichtsturm 1885 erbaut, linke Flussseite
  • Weserliedanlage oberhalb von Hann. Münden, rechte Flussseite
  • Roter Stein am Berghang nördlich von Gimte, rechte Flussseite
  • Hugenottenturm und Juliushöhe bei Bad Karlshafen, linke Flussseite
  • Hannoversche Klippen zwischen Bad Karlshafen und Würgassen, rechte Flussseite
  • Klütturm bei Hameln, anstelle der 1774-1784 unter König Georg III. erbauten drei Forts, linke Flussseite
  • Klippenturm bei Rinteln, rechte Flussseite
  • Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica, 1896 vollendet, linke Flussseite
Weserlieder

Unweit vom Weserstein befindet sich an einem Aussichtspunkt am Hang des Questenbergs die Weserliedanlage, ein 1931 errichtetes Denkmal zur Erinnerung an die Schöpfer des Weserlieds, den Dichter Franz von Dingelstedt und den Komponisten Gustav Pressel. Der Gedenkstein trägt zwei Bronzetafeln mit den Portraits der beiden, geschaffen von Gustav Eberlein, einem in der Nähe von Hann. Münden geborenen Bildhauer.

Neben diesem Weserlied, dessen Text auf der Seite der Weserliedanlage wiedergegeben ist, gibt es noch ein weiteres Weserlied als Regionalhymne Ost-Westfalens.

 

 

Weserroute und Weserradweg

Es existiert keine durchgängig nummerierte Weseruferstraße für Kraftfahrzeuge durch das Wesertal. Dennoch können Autofahrer mit folgender Route dem Weserlauf folgen:

Ab Hann. Münden begleitet 39,9 km lang die B 80 die Weser auf der linken Seite bis Bad Karlshafen, weiter die B 83 auf 78,4 km bis Hameln. Sie wechselt hier die Flussseite und folgt weitere 21,9 km lang dem Weserlauf bis in die Nähe von Rinteln. Nun übernehmen die B 238 und in Folge die B 514 wieder linksseitig für 22,8 km das Geleit bis Bad Oeynhausen.

Die B 61 mit 33,4 und weiter die B 215 mit 75,0 km begleiten die Weser nun bis kurz hinter Verden (Aller) und haben dabei wieder auf die rechte Flussseite gewechselt. Weiter geht es auf der A 27 bis Bremerhaven (94,8 km) und damit zur Wesermündung.

Durch zahlreiche Abkürzungen ist diese Weserroute insgesamt nur 366,2 km lang und damit rund 86 km kürzer als der Flusslauf. Auf weiten Strecken an Ober- und Mittelweser ist sie identisch mit der Deutschen Ferienstraße Straße der Weserrenaissance.

Radfahrer können dem Flusslauf auf dem Weserradweg folgen [11]. Der verläuft an der Oberweser meist nahe am Wasser, an der Mittelweser oft ziemlich weitab vom Fluss, unterhalb von Bremen lange Strecken hinterm Deich, also ohne Wasserblick. Wegen des sehr niedrigen Gefälles der Weser ist er ohne Mehranstrengung flussaufwärts zu fahren. Landschaftlich ist dies eindrucksvoller als flussabwärts.

 

wikitext

 

Bilder im Album (c) by CMMTV


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